Nepal - Herbst 2017

Ein ganz besonderer Anlass führte Herrn Dr. Lohmann in diesem Herbst wieder nach Nepal.

Nach einer 20-jährigen Erfolgsgeschichte, feierte das Sushma Koirala Memorial Hospital in Sankhu, Nepal, am 17. November 2017 das Jubiläum.

Im Rahmen seines sozialen Engagements bei INTERPLAST Germany e.V., welcher das Krankenhaus im Jahr 1997 zusammen mit Frau Sujata Koirala gründete, durfte Herr Dr. Lohmann bei diesem Event natürlich nicht fehlen. Insgesamt reisten aus Deutschland, Niederlande und Norwegen über 60 Gäste an. Zusammen mit zahlreichen hohen Gästen aus nepalesischen Ministerien inklusive Gesundheitsminister, anderen Krankenhäusern und umliegenden Kommunen wurde das Fest zu einem wirklichen Ereignis.

Frau Sujata Koirala bedankte sich bei INTERPLAST Germany e. V. und allen Gästen für die Unterstützung und überreichte "Certificates of Appreciations" für besondere Verdienste. Auch Herrn Dr. Lohmann wurde diese Ehre zuteil. Mehr über das Sushma Koirala Memorial Hospital und seine 20-jährige Geschichte erfahren Sie HIER.

Auch einige Mitglieder des Rotary Club Berlin, der einen stetigen Beitrag zu diesem Projekt leisten, nahmen an diesem Event teil. Dabei nutzten sie die Gelegenheit um sich von den Erfolgen der letzten Jahre zu überzeugen und das Jubiläum des Sushma Koirala Memorial Krankenhauses mit zu feiern. Im Rahmen dieser Reise wurde auch eine Rundreise durch Nepal unternommen.

Ein weiteres wichtiges Ereignis während der Reise war die Arbeit an der Verbrennungsstudie. Im Jahr 2015 wurde zusammen mit Vertretern des Sushma Koirala Memorial Hospitals, dem nepalesischen Gesundheitsministerium sowie der Tribhuvan University eine Verbrennungsstudie begonnen. Studienleiter von deutscher Seite und Antragsteller bei der Finanzierung waren PD Dr. Hußmann und Dr. Lohmann. Die Will Foundation Berlin und der Rotary-Club Berlin haben diese Studie erst möglich gemacht.

Ziel der Studie ist eine Erfassung der Situation von Verbrennungsopfern in Nepal: In welcher Region kommen welche Art von Verbrennungen vor und wo werden diese wie behandelt. Dazu wurden zehn repräsentative Kliniken ausgewählt und an diesen wurden die Krankenakten der letzten fünf Jahre erfasst. Zusätzlich wurden neue Fälle mit einem erweiterten Fragebogen und einem Jahr Follow-up aufgenommen. Für einen Fall wurden die Anamnese, Diagnostik und Therapie sowie das Outcome erfasst. Weiterhin wurden ausführliche Interviews zum Thema Brandverletztenversorgung und das Wissen über Diagnostik und Therapie mit der Bevölkerung sowie Mitarbeitern der Krankenhäuser geführt. Die Datenerfassung ist fast abgeschlossen und die ersten Ergebnisse liegen vor. Nun besteht die Aufgabe darin, die Daten zu publizieren und ein Gesamtkonzept für die Etablierung eines Versorgungsnetzes für Brandverletzte zu entwickeln. Dazu ist auch eine enge Zusammenarbeit mit der Deutschen Botschaft in Nepal geplant.

Ein wichtiger Meilenstein wurde nun erreicht: die Erfassung der Daten ist abgeschlossen. Herr Dr. Hußmann und Herr Dr. Lohmann haben sich während ihres Aufenthaltes mehrfach mit dem Team der Studie getroffen, die Daten aufbereitet und entsprechende Publikationen vorbereitet.